Die Hoffnungen, nach dem Ende des Kalten Kriegs werde das "Zeitalter der Abrüstung" anbrechen, haben sich als Illusion erwiesen. Während des Ost-West-Konflikts kamen unter Federführung der UN zwar verschiedene Abrüstungsabkommen zustande. Aber bis heute finden die Verhandlungen lediglich in einzelnen Waffensektoren statt. >>> Zum Beitrag "Die Vereinten Nationen als Abrüstungsforum" über die Rolle der UN in der internationalen Abrüstungspolitik und mit einem Rückblick auf die Geschichte der Abrüstung in den UN.
Informationsportal "Krieg und Frieden" der Bundeszentrale für politische Bildung
UNODA - Büro der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen
IAEA - Internationale Atomenergieorganisation
SIPRI - Stockholm International Peace Research Institute
BITS - Berliner Informationszentrum für transatlantische Sicherheit
BICC - Bonn International Center for Conversion
Berghof Foundation - Institut für Friedenspädagogik
Webseite Auswärtiges Amt
Webseite Bundesministerium der Verteidigung
IALANA - Organisation von JuristInnen für gewaltfreie Konfliktlösung
Tim René Salomon/Julian Udich: Die Rolle der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) bei der Bewältigung nuklearer Unfälle (VN 3/11)
Jana Hertwig: Verbot von Streumunition (VN 1/11)
Harald Müller: Besser als nichts. Die 8. Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags endet mit einem Minimalkompromiss (VN 4/10)
Lars Olberg: Massenvernichtungswaffen kontrollieren. Bilanz nach zwei Jahren UN-Sicherheitsratsresolution 1540 (VN 5/06)
Themenheft VN 4/10: Die UN und nukleare Abrüstung (VN 4/10)
Weltfrieden und die Wahrung der internationalen Sicherheit sind die zentralen Aufgaben der Vereinten Nationen. An zahlreichen Brennpunkten ist die UN weltweit tätig. Globale Friedenssicherung geschieht vielfältig, in Friedensmissionen, durch Abrüstung, Entwicklungszusammenarbeit und die Bekämpfung von Terrorismus. Lesen sie hier unser
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UN, VN, UNO
Frieden durch Abrüstung – weltweit wird diese Philosophie den Vereinten Nationen zugeschrieben. Aber deren Bilanz ist ernüchternd. So sind in der Vergangenheit die internationalen Rüstungsausgaben sogar gestiegen. Die Generalversammlung hat zwar Abkommen in die Wege geleitet sowie jährlich Resolutionen im Abrüstungsbereich verabschiedet, diese haben jedoch keinen rechtsverbindlichen Charakter. Auch der Sicherheitsrat konnte die Bestrebungen aufgrund verschiedener Machtinteressen der ständigen Mitglieder nicht entscheidend voranbringen. Die UN-Geschichte zeigt: Forderungen nach allgemeiner Abrüstung sind unrealistisch. Die größten Herausforderungen unserer Zeit bestehen daher in einer stärkeren Kontrolle und Beschränkung der Verbreitung jeglicher Art von Waffen.

Weltweit lagen die Militärausgaben 2011 bei rund 1.738 Milliarden US-Dollar und stiegen damit erstmals seit 1998 nicht an - zwischen 2000 und 2009 hatten sie noch um 49 Prozent zugenommen. Regional nahmen die Militärausgaben 2011 v.a. in Nordafrika (25 Prozent), Osteuropa (19,2 Prozent) und dem Nahen Osten (4,6 Prozent) zu. Nach wie vor sind die USA der Staat mit den mit Abstand höchsten Militärausgaben der Welt (2011: 711 Milliarden US-Dollar), gefolgt von den anderen ständigen Sicherheitsratsmitgliedern China, Russland, Großbritannien und Frankreich. Auf den Rängen fünf bis zehn befinden sich Japan, Indien, Saudi-Arabien, Deutschland und Brasilien.
Der internationale Handel mit konventionellen Waffen stieg an: Zwischen 2007 und 2011 war das Handelsvolumen um 24 Prozent höher als noch zwischen 2002 und 2006. Die größten Waffenexporteure sind die USA mit einem Welthandelsanteil von 30 Prozent, gefolgt von Russland (24 Prozent) und Deutschland (neun Prozent). Die größten Importeure sind asiatische Länder, unter ihnen Indien, Südkorea, Pakistan und China.
Die Waffenverkäufe durch die 100 größten Rüstungsunternehmen der Welt nahmen 2010 weiter zu und umfassten ein Volumen von 411,1 Milliarden US-Dollar. Dabei überwiegen Unternehmen aus den USA.
Quelle: SIPRI Yearbook 2012